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Preisträger 2010
Bei der feierlichen Abendveranstaltung im Rahmen der EuroCIS hat das EHI zum dritten Mal die Gewinner der retail technology awards europe (reta) im Club des Capitol Theaters in Düsseldorf ausgezeichnet. Erstmalig wurden 2010 in jeder der drei Kategorien Best Customer Experience, Best Instore Solution und Best Enterprise Solution drei gleichberechtigte Preisträger ermittelt.
Gewinner der Kategorie Best Customer Experience

Intermarché setzt ein von IBM entwickeltes Self-Checkout-System ein. Der Einkaufswagen oder Einkaufskorb wird auf einer Waage platziert. Die gescannten Produkte kommen in einen leeren Einkaufswagen oder Einkaufskorb, der am Self-Checkout bereitsteht. Zwischen „basketmode“ und „trolleymode“ kann flexibel gewechselt werden. Laut Unternehmensangaben nutzen 65 Prozent der Kunden dieses Self-Checkout-System. Die Checkoutzeit konnte um 30 Prozent reduziert werden.

Der Warenhausbetreiber Manor wurde für den Einsatz von „Tweet Mirror“, einem interaktiven, intelligenten Spiegel ausgezeichnet. Der Kunde kann sich in verschiedenen Outfits mit einer Kamera fotografieren und diese Bilder auf dem Spiegel vergleichen. Auf Wunsch können die Bilder über Twitter, E-Mail oder Mobiltelefon mit Freunden und Bekannten geteilt werden. Der von Nedap retail entwickelte Spiegel kombiniert moderne Kommunikationskanäle und steigert das Einkaufserlebnis.

s.Oliver, Modeunternehmen mit 2.360 Shops in 30 Ländern, setzt auf die Installation von Bildschirmen in der Nähe von Warteräumen. Das von der Online-Software AG und Vis-a-pix entwickelte System erkennt über die Kamera das Geschlecht des Betrachters und zeigt Filme mit Informationen zu den neuen Kollektionen, zugeschnitten auf die jeweilige Zielgruppe, an.
Gewinner der Kategorie Best In-Store Solutions

Albert Heijn, einer der führenden Lebensmittelhändler in den Niederlanden, setzt in seinen Geschäften das „Dynamic Graphical Electronic Shelf Labeling“ ein, entwickelt mit den IT-Partnern Cap gemini Netherlands und Toshiba Netherlands. Dabei werden die Abverkaufspreise von frische Produkten in Abhängigkeit der vorhandenen Bestände abgestimmt. Die so ermittelten Preise werden ohne zusätzlichen Aufwand für die Mitarbeiter über Electronic Shelf Label im Verkaufsraum angepasst.

Die Co-operative Group erhielt den Award für die Green-POS-Iniative, mit der im vergangenen Jahr 700 t CO2-Emissionen vermieden werden konnten. Gleichzeitig konnten 1,7 Millionen KWh bzw. 200.000 $ pro Jahr an Stromkosten eingespart werden. Hierfür hat die Co-operative Group auf die neue Generation der IBM SurePOS-Linie gesetzt, die durch stromsparende Komponenten bereits einen geringeren Verbrauch aufweist. Zusätzlich konnte durch die Nutzung von Wake-on-LAN und dem „Deep-Sleep“-Modus Energie eingespart werden.

Das portugiesische Unternehmen Sonae wurde für den Einsatz des Mobile Portal ausgezeichnet. Die von der eigenen IT-Abteilung in Zusammenarbeit mit Tlantic SI, Pontifice Universidade Catolica, Denso und Sisqual sowie Zebra entwickelte Lösung erlaubt den Angestellten, mobil auf wichtige Informationen aus verschiedenen Bereichen des EDV-Systems zuzugreifen oder Informationen einzupflegen. Die Mitarbeiter müssen nicht das Ladenlokal verlassen und stehen für die Kunden zur Verfügung.
Gewinner der Kategorie Best Enterprise Solution

Gerry Weber International, weltweit aktives Modeunternehmen mit 300 eigenen Stores und 1.400 Shop-in-Shops wurde für die Einführung der RFID-Technologie in der Bekleidungsindustrie zur Optimierung der Logistik- und Retailprozesse sowie gleichzeitiger Nutzung dieser Technologie als neue Form der Warensicherung ausgezeichnet. Eine weitere Innovation stellen die textilen RFID-Etiketten dar, die das Unternehmen zukünftig direkt in seine Produkte einnähen wird. Avery Dennison, Torex Retail, Salt Solutions und T-Systems sind wichtige Partner bei der Umsetzung.

Otto International, verantwortlich unter anderem für Einkauf und Beschaffung des Multichannel-Einzelhändlers Otto Group, überzeugte mit seinem Multilayered-System „T2BOrder“. Mit diesem System werden die verschiedenen Systeme und Prozesse von Otto International auf einer Plattform zusammengeführt. Das System zeichnet sich zudem durch effiziente und benutzerfreundliche Handhabung für die Mitarbeiter aus. Otto International wurde bei der Umsetzung durch die Ethalon GmbH unterstützt.

Die REWE-Informations-Systeme GmbH, zentraler IT-Provider der Rewe Gruppe, überzeugte mit einer Weiterentwicklung von ZAM – (Zentrale Abbildung der Märkte/Central store managementsystem). Die Handlungsabläufe im gesamten Unternehmen – unabhängig davon, ob selbstständiger Einzelhändler oder SB-Warenhaus – werden durch ein System abgebildet und gesteuert. IT-Partner waren die Innovations Software Technology GmbH, IBM, T-Systems, Höft&Wessel sowie Dr.Eckhardt und Partner GmbH.










